Info-Abend über Lausitzer Braunkohle und „Ende Gelände“

In der Mühle ist am Dienstagabend ein Informationsabend über den Braunkohleabbau in der Lausitz – und den Protest dagegen (insbesondere auch über die Kampagne „Ende Gelände„) – zu Gast. Hier ist die Einladung:

Am Dienstag, 3.5. zeigen wir in Brück einen Film über den Braunkohleabbau in der Lausitz („Auf der Kippe“, 2009) und danach gibt es bei Bier und Brause noch Austausch und Infos zur Aktion „Ende Gelände“, die am Pfingstwochenende stattfindet und mit zivilem Ungehorsam die Tagebaue von Vattenfall in der Lausitz lahmlegen wird! Wir freuen uns auf Euch!

Die , 3.5. ab 20.30 Uhr
Alte Mühle Gömnik, Dorfstrasse 1 , 14822 Brück

radioeins-Beitrag oder auch: Willkommenskultur heißt Bleiberecht für Alle!

Über das ehrenamtliche Engagement mit Geflüchteten hier vor Ort ist vor etwa einem Monat ein Beitrag bei radioeins gesendet worden, hier kann er angehört werden.

Wir möchten das nutzen, um einige Worte zu dem staatlichen Umgang mit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ zu verlieren.
Während sich die Brandenburgische Regierung auf ihrer „Integrationskonferenz“ selbst applaudiert, ist auch hier wie überall sonst der staatliche Umgang mit Geflüchteten und mit den Menschen, die sich mit ihnen engagieren, mehr als mangelhaft und das sehen auch die meisten Willkommensinitiativen Brandenburgs so.

Das im Grundgesetz garantierte Recht auf Asyl verkommt zur Wohlfahrtsgefälligkeit: Der Großteil des Engagements ist rein ehrenamtlich. Wenn die unentgeltlich Tätigen keine Zeit hätten oder schließlich ihr Engagement wegen Überlastung einstellen müssen, wird es schwer mit einer menschenwürdigen „Willkommenskultur“.

Auf staatlicher Seite wird auf diese Weise viel gespart und damit das alles nicht ganz so offensichtlich ist, wird gern von „Flüchtlingswellen“ und von einer „Krise“ gesprochen. Das lenkt ganz gut davon ab, dass in dieser „Krise“ wenig getan und die Arbeit zu sehr großen Teilen Ehrenamtlichen überlassen wird: Wenn der Staat so gut wie nichts macht, erscheint er eben schnell überlastet.

Dabei gibt es genug Bedarf für Fertigkeiten, die auch durch hochmotiviertes Engagement schwer ersetzt werden können, wie z.B. Kenntnisse in der Traumatherapie.
Stattdessen werden öffentliche Mittel verwendet, um Geflüchtete, so effizient es geht, als Menschenmaterial zu verwalten und mit Sammelabschiebungen wieder loszuwerden.
Die Asylgesetzgebung wird verschärft, aber für die Medien lassen sich die Verantwortlichen mit Geflüchteten abbilden und sprechen von „Integration“, während weiterhin fleißig abgeschoben wird – zynischer geht es kaum noch:
Integrations-Vorzeige-Familie aus Werbefilm für niedersächsisches Innenministerium? – Abgeschoben.
Syrische Familie, die Sachsens Innenminister medienwirksam besucht? – Abgeschoben.
Die Kinder sind Integrationspreisträger des Landes Sachsen-Anhalt, die geplante Abschiebung soll nochmal von einer Härtefallkommission geprüft werden? Gar nicht erst lang gewartet, flink abgeschoben.

Doch egal ob gut integriert oder besonders hilfsbedürftige Härtefälle: Es fragt sich ja, wieso es überhaupt möglich ist, Menschen den Aufenthalt in einem Land zu verweigern. Oder andersherum gefragt: Wie soll das Menschenrecht, das Geburtsland jederzeit verlassen zu können (Art. 13 AEMR oder rechtsverbindlicher: Art. 12 UN-Zivilpakt), umgesetzt werden, wenn alle anderen Länder „Nein, hier nicht“ sagen können?

Es muss sich also noch sehr vieles ändern, und zwar nicht nur vor Ort (womit wir wieder bei dem Radiobeitrag wären), sondern vor allem auch in den Zentren der Herrschaft, die von „Menschenrechte“ reden, ohne sie auch nur ansatzweise umzusetzen – sondern stattdessen lieber an Hand der Kopfform (!) festlegen, woher Menschen ihrer Meinung nach stammen.

Es braucht eine normale Unterbringung in Wohnungen, kein Zusammenpferchen in Lagern!
Die Möglichkeit, Familien nachzuholen, keine Sammelabschiebungen und kein Aufrüsten oder Schließen der EU-Außengrenze!
Unterstützung und überhaupt erst die Ermöglichung der Selbstorganisation von Geflüchteten, keine Reglementierung wie z.B. Besuchsverbote!
Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für alle, keine Abschiebungen!
Das wäre menschenwürdig. Alles andere ist lediglich Heuchelei.

Bauwoche 21. -27.09. – Helfende Hände gesucht!

Wir wollen was ändern, und dafür brauchen wir helfende Hände!
Ob du für ein, zwei Tage oder die ganze Woche kommst, ob du schon Baustellen-erfahren bist oder noch nie einen Schraubenzieher in der Hand hattest: Wir freuen uns, mit dir gemeinsam zu bauen.
Wir werden einen sehr großen Raum mit wiederverwendeten Materialien dämmen und winterfest machen. Außerdem wollen wir die „Gästevilla“ um eine warme Dusche erweitern. Die Liste weiterer kleinerer Baustellen ist lang, zum Beispiel für Menschen, die lieber allein oder in sehr kleinen Gruppen werkeln.

Wenn du Lust hast:
–    zu bauen
–    eine bunte Landgemeinschaft mit Essensversorgung aus dem Garten, Stromerzeugung aus Wasser und Sonne und Wärme aus Holz aus dem eigenen Wald kennen zu lernen
–    bei einem Bad in unserem Mühlenfluss Plane oder einem Waldspaziergang zur Ruhe zu kommen
–    beim abendlichem Feuer zu musizieren oder in unserem Musikraum abzuzappeln
–    deinen Horizont mit Filmen und Gesprächen zu erweitern

Dann trag dich in unser Orga-Pad ein.

–    Essen wird natürlich von uns gestellt und gemeinsam gekocht
–    Wenn du deinen Rückzugsraum zum Schlafen brauchst, am besten Dein eigenes Zelt mitbringen (oder uns danach fragen)
–    Gemeinschaftliche Schlafräume sind vorhanden
–    Wir bemühen uns Kinderbetreuung zu organisieren. Du kannst deine Kinder gern mitbringen, dank jeder Menge Spielzeug und neuen Spielfreund*innen wird’s bestimmt nicht langweilig
–    Die Bahn bringt dich aus Berlin stündlich nach Brück und von hier aus ist es ein halbstündlicher Spaziergang, Abholung kann eventuell organisiert werden

Deine Fragen gern an: altemuehlegoemnigk@riseup.net

Olle Molle Sommerfestival 2015 – Das Programm

Wir hatten es schon zusammenfassend angekündigt: Es wird Bands, Liedermacher*innen und DJ*anes geben, politisch*künstlerische Workshops, Küche/Essen für Alle, Liebe, Deko, Leben, Alles!
Jetzt läuft die Bauwoche auf Hochtouren und es wird höchste Zeit, zu verraten, was euch und uns hier ab übermorgen im Detail erwartet. Hier also das genauere Programm – das vorläufige, denn es bleibt immer Raum für noch mehr – und es ist schließlich auch Dein Festival!

olle_molle2015

Ganz grundsätzlich: Wir haben eine große Wiese zum Zelten, Übernachten ist ohne Probleme möglich! 🙂

Freitag
Anschwingen lassen: Erste Live-Musik und danach wird aufgelegt, damit wir klingend in das Festival starten.

Draußenbühne (19h-22)
– 19-20h Karpfenteich Pott Püree (Folk, Akustik, Rap)
– 20.30-22h Jascha und der brennende Zirkus

Klang(t)raum oder Holzwerkstatt
– 24h-2h Emil

Samstag
Das ganze Programm: Workshops und Events, Musik sowohl live als auch live aufgelegt und bis in den Sonntagmorgen hinein!

Workshops und Events (unter anderem):
– Lock Picking
– Wettkampf-Holzhacken
– Le Grand Transformation: Schminken und Ganz-Körper-Verkleiden
– Stelzen-Laufen
– Zirkus-Workshop
– Pyrolyse-Ofen (zur Holzkohle-Herstellung)
– Gemeinschafts-Projekt-Workshop: How to be a next Mühle
– Schenkökonomie mit Schenkauktion
– Fassaden-Malworkshop
– Asylrechts-Workshop
– Steinmauer-Workshop
– eine Lesung
– Nähwerkstatt
– und wenn es dunkelt: Zauberwald

Musik
Draußenbühne
– 17h-18h Atze Wellblech
– 18.15h- 19.00h Shoob, Hiphop
– 19.30h-20.30h LinkAbby, Stoner Rock
– 21.15-22.45 Triamorphine, experimental
– 23.15-00.15 Junkyard Rebellion, Crossover aus Metal, Hip-Hop, Punk, Funk und Alternative Rock

Klang(t)raum
– 17-21h Open Space/Jam Session unter Betreuung
– 21-1h Lumpi-Allstars MIsche
– 1-3h Miau Sayonara, Drum ’n‘ Bass
– 3-5h Sascha, Drum ’n‘ Bass
– 5-7h Falloutboy, Drum ’n‘ Bass

Holzwerkstatt: Techno
– 1-3h Herr:Mine
– 3-5h Jaela
– 5-7h Dip Deep
– 7-12h Naroma

Sonntag
Ausklingen lassen: Noch mehr Live-Musik bei gleichzeitigen, langsam-beschwingten Aufräumarbeiten
Geplant:
– Klangreise
– Live: TuneUp Soundkollektiv
– Live: Singer*in und Songwriter*in Merle mit Cello

Projekt: Solidarität mit den Geflüchteten – Kein Mensch ist illegal!

Seit einigen Monaten sind mehr als 70 Asylsuchende in einer Unterkunft im Industriegebiet in Brück untergebracht. Abgeschieden vom Rest der Bevölkerung, mit nur wenigen Fahrrädern und ohne Internet ist es für diese Menschen nicht leicht, sich aktiv in die Region zu integrieren. Natürlich kommen die Ängste und Unsicherheiten des Asylverfahrens, mangelnde Sprachkenntnisse und die oft negativen Erfahrungen auf der Flucht hinzu.
Vor dem Hintergrund der vielen gewaltsamen Konflikte und globaler Ungerechtigkeit finden wir, dass es selbstverständlich sein sollte, diese Menschen mit offenen Armen willkommen zu heißen. Anstatt die Angst vor einer halluzinierten „Bedrohung“ durch die schutzsuchenden Menschen zu schüren, wollen wir ihnen als Menschen begegnen und die Bereicherung sehen, welche damit einhergeht. Nicht zuletzt ist es oft die neokoloniale und kriegstreiberische Politik der „westlichen“ Staaten, welche viele der globalen Krisen erschafft und befeuert – und die mörderische Abschottungspolitik der EU, welche Tausende an den Grenzen sterben lässt.
Im Anbetracht der aktuellen Situation und in Erwartung weiterer Asylsuchender, die im Landkreis untergebracht werden sollen, wollen wir von der Mühle in Kontakt treten zu allen Menschen und Initiativen, die sich aktiv mit den Geflüchteten vernetzen und diese in dieser schwierigen Lebenslage unterstützen wollen. In vielen Dingen kann ein starkes Solidaritätsnetzwerk in der Bevölkerung für diese Menschen eine große Unterstützung sein und ihr Leben in Brück und Umgebung erleichtern – und auch wir sehen in diesem Austausch eine große Bereicherung.
Es bestehen diverse Initiativen: Ein Komitee der Bewohner*innen der Unterkunft in Brück wird gemeinsam mit der Organisation refugee emancipation und der Mühle nach Möglichkeiten für ein selbstorganisiertes Internetcafé suchen. Es beginnt eine regelmässige Fahrradwerkstatt, welche einerseits bei der Instandhaltung der bereits bestehenden Fahrräder helfen und andererseits weitere Räder gemeinsam mit den Menschen aus der Unterkunft zusammenbauen wird. Und es gibt noch viele weitere Ideen, auf welche Weise praktische Solidarität organisiert werden kann.
Auf der Mühle werden ab jetzt Sachspenden entgegengenommen, welche für die Geflüchteten bestimmt sind und sie in ihrem Alltag unterstützen sollen.

Meldet euch bei uns, wenn ihr mitmachen wollt oder Ideen habt! Jede Hilfe ist willkommen.

SAY IT LOUD, SAY IT CLEAR: REFUGEES ARE WELCOME HERE!

Mietshäuser-Syndikat: Wir sind dabei!

Letztes Wochenende fand wieder eine Mitgliedsversammlung des Mietshäuser-Syndikates statt und für uns gab es ein schönes Ergebnis: Das Syndikat wird sich bei uns beteiligen; wir sind dabei!
Nun gilt es, diesen Beteiligungsbeschluss noch formell umzusetzen, mit Anteilsverkauf, notarieller Dokumentation usw. Und dann ist es mit der Entprivatisierung endlich geschafft!
Für das Syndikat bedeutet dies, dass es nun auch an einem Kleinstwasserkraftwerk beteiligt ist. Eine Neuerung, die auch für Diskussionen gesorgt hat; deshalb haben wir in einem Workshop unser Modell erläutert und stehen auch weiterhin gern für Nachfragen zur Verfügung.

Sommerfest am 25.07. – Olle Molle

Auch in diesem Jahr veranstalten wir wieder ein Sommerfest auf der „molle, so auf der Plane bei rostogk und Gemmenigk gelegen“ (Graf Bederich, 1251).
Und ihr alle seid herzlich eingeladen! Stattfinden wird das Ganze vor allem am 25. Juli 2015 und ihr dürft gerne ein Zelt und/oder Schlafsäcke mitbringen, um bei uns zu übernachten. Wir haben Bands eingeladen, Liedermacher*innen und DJ*anes, backen Kuchen und es gibt ganz viel Deko. Es gibt politisch*künstlerische Workshops, Liebe, Leben, Alles. Ihr dürft gespannt sein und euch den Termin schonmal lumpen-rot in den Terminkalender schreiben. Mehr Infos kommen bald!

Flohmarkt auf der Alten Mühle

Am Sonntag, den 31.5.15 10:00-17:00, veranstalten wir einen Flohmarkt auf unserem Gelände zu dem alle herzlich eingeladen sind. Wer Interesse an einem Stand auf dem Flohmarkt hat möge sich bitte bei uns melden, Standgebühren sind auf Spendenbasis.
Für Essen und Getränke wird gesorgt sein. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!