Agroforst-Pflanzung im Dezember

Es ist soweit: Dieses Jahr möchten wir uns an den Acker wagen und beginnen direkt mit der Bodenverbesserung. Dazu werden wir 4000 Weiden und Ölweiden pflanzen, die dann regelmäßig gehäckselt und verstreut werden. Zusätzlich sollen über 30 Esskastanien gepflanzt werden.

Bäume auf dem Acker sind übrigens keine neue Idee: Im Grundbuch heißt die Fläche noch heute „Die Windfänger“ und auf einem alten Foto (ein Luftbild von einem Zeppelin aus aufgenommen) sind die alten Baumreihen auch noch zu sehen. Daran möchten wir anknüpfen.

 

Der nebenstehende Plan ist ein etwas ambitionierterer Plan mit Aronia als Ertragspflanzen; wir beginnen nun aber doch erst einmal mit der Pflanzung ohne die Aroniastreifen.
Für die vielen Pflanzen werden wir Hilfe brauchen, die Pflanzung ist für Anfang Dezember geplant. Sobald die Pflanz-Woche endgültig feststeht, werden wir sie eifrig bewerben.

Die Mühle wieder bei zibb

Am Montag war die Mühle nach 4 Jahren wieder beim rbb in der Sendung zibb-Zuhause in Berlin/Brandenburg zu sehen; Anlass war die Wandelwoche, in deren Rahmen die Frieda gemeinsam mit uns angeregt hat zum Nachdenken über Gesellschaftsänderung durch Gemeinschaften.
Ein korrigierendes Wort vorweg: Es gibt bei uns Plastik, einzelne LuMPIs fliegen auch mal (gerade wenn sie aus Kolumbien oder Nigeria stammen) und dass manche bei uns auch mal Fleisch essen, war ja schon im ersten zibb-Beitrag vor vier Jahren Thema.
Hier der neue Beitrag:

Sonntag, 28.7.: Solidarisches Atelier

Am kommenden Sonntag, den 28. Juli laden wir alle künstlerischen Autodidakt*innen ein, sich ab 11 Uhr, bis 17 Uhr, in der Alten Mühle Gömnigk auf das Konzept des solidarischen Ateliers einzulassen. Ziel ist es, uns Zeit für die Entstehung und/ oder Umsetzung unserer künstlerischen Ideen sowie den Austausch und die Vernetzung mit anderen Künstler*innen zu nehmen.

Materialien sind bitte selbst mitzubringen!

Zum ersten Solidarischen Atelier kamen Menschen mit so verschiedenen Kunstrichtungen wie elektronische Musik, Fotografie, das Schreiben von Texten und Liedern und das Zeichnen.

Nach einer Kennenlern- und Begehungsrunde des Ortes schauen wir, ob wir erst einmal allein arbeiten oder uns austauschen – oder auch beides in unterschiedlichen Konstellationen – wollen. Wir verteilen uns ggf. auf verschiedene Orte. Zum Abschluss gibt es eine gemeinsame Runde.

Themen des Austauschs können dabei auch sein: Der Umgang mit kreativen Blockaden und Widerständen, die Rolle des zeitlichen Freiraums und der Planungsphase für die eigentliche künstlerische Arbeit, die Auswirkungen von Einschränkungen durch äußere Gegebenheiten und innere Ängste aufgrund von Diskriminierungserfahrungen in potentiell künstlerischen Räumen. Oder auch mögliche gemeinsame Projekte.
Bei Fragen, schreib an: kontakt{æt}akademie-der-kueste.de!

5. Offene Bühne am 30. Juni

Die offene Bühne ist ein Experimentierraum für all jene, die keine bis wenig Auftrittserfahrung haben. Sie sollen hier einen Rahmen finden, in dem sie sich wohl fühlen und mit ihren Arbeiten zeigen können. Wer an Feedback interessiert ist oder sich von anderen inspirieren lassen möchte, hat die Möglichkeit zum Austausch mit Gleichgesinnten.

Wir freuen wir uns auf euch und eure künstlerischen Arbeiten! Ob (Kurz-)Film, Fotografie, (Kurz-)Geschichten, Gesang, Instrumental, Lyrik, Malerei, Performance, Schauspiel oder Tanz, … oder auch „nur“ Zuhören und – sehen – ihr seid willkommen!

Am 30. Juni wird von 15-18 Uhr die fünfte offene Bühne auf der Alten Mühle Gömnigk stattfinden. Es ist die erste in diesem Jahr, weitere folgen voraussichtlich am:

im August 2019
6. Oktober 2019

Weitere Informationen
https://www.akademie-der-kueste.de/
kontakt{æt}akademie-der-kueste.de

(Wahl-)Kampf im ländlichen Brandenburg

Es ist nicht mehr lang bis zu den Wahlen am 26. Mai und zwischendurch zeigte sich der Ort Brück von einer unschönen Seite: Es hingen vor allem Plakate der rechten Parteien NPD und Dritter Weg. Stellenweise sah es sogar so aus, als wären Plakate der NPD entfernt wurden, um dort Platz für Plakate vom Dritten Weg zu schaffen.

Doch die Stimmungsmache blieb nicht unwidersprochen. Schließlich hat Brück ein solidarisches Hilfsnetzwerk für Geflüchtete und rechte Akteure kommen hauptsächlich von außen und wohnen gar nicht vor Ort.
So gab es dann auch als Erstes wortwörtlich Widerspruch in Form von parteilosen Plakaten, die die rechte Hetze kommentierten. Zwei Nächte später verschwanden dann fast alle der Plakate von NPD und Dritter Weg. (Die Plakate, die zu allererst im Ort hingen und wieder verschwanden, waren übrigens von den Grünen – noch einige Zeit bevor überhaupt wieder welche – jene von NPD und dann auch Dritter Weg – aufgehängt wurden.)

Inzwischen wurden wieder neue rechte Plakate gehängt, aber explizit nicht dort, wo immer noch die Widerspruchs-Plakate hängen. Und auch die neuen Plakate verschwinden wieder, nach und nach.

Was also können wir in Brück sehen? Einerseits scheint es zu helfen, sichtbar Stellung gegen Rechts zu beziehen, weil dann im Zweifelsfall keine Plakate mehr an die Orte des Widerspruchs gehängt werden. Andererseits gibt es in Brück offenbar sehr unterschiedliche Formen des Umgangs mit der Stimmungsmache.

Gartentag am Sonntag, 5. Mai ab 10 Uhr

Es ist mal wieder soweit… die Gartensaison hat begonnen und so manches ist auch schon passiert. Wir haben Spargel gesät, Kohlrabi und Porree gepflanzt. Massig viel Salat pikiert, die Tomaten sind schon kniehoch, während der Pferdemisthügel weiter schrumpft. Doch es wollen noch viele weitere Pflanzen ins Gartenparadies, Beete wollen vorbereitet und Strohmulch will ausgebreitet werden.
Die Gartenkombo freut sich also über zahlreiche Unterstützung. Egal ob für den ganzen Tag oder ein Stündchen. Ob leichte oder schwere Arbeit. Jede Hand ist willkommen und wird dringend gebraucht.
Es wär auch super, wenn sich wer vorstellen könnte, ein bissl Essen für uns Gartenkäfer vorzubereiten.
Abends gibt es Pommes und Gartensalat … und ein nettes Feuerchen. Na?

Funfact: Aus Gartentag hat das Handy prompt Attentat gemacht. Da wird es aber keins geben… Schnecken sind ja bei der Trockenheit auch nicht zu befürchten…

Dieses Wochenende Waldaktion

Nächstes Wochenende finden auf der Alten Mühle Gömnigk jeweils grob zwischen 9 und 17 Uhr wieder zwei Waldtage statt.
Gemeinsam wollen wir an der frischen Luft wie die Holzwürmer loslegen, vom Sturm gefällte Bäume entasten, zersägen, Holz verladen, spalten, schichten und Platz für artenreiche Neupflanzungen machen – und für jene kochen, die diese Waldarbeiten machen!

Wir freuen uns über alle Helferlein und danken es euch und uns mit leckerem Essen und natürlich einem Feierabendbierchen (oder auch anderweitigem Erfrischungsgetränk)! Auch wenn ihr nur ein bisschen Zeit habt, seid ihr mehr als willkommen!

Wenn ihr hier ein oder zwei Nächte übernachten, ggf. sogar schon am Freitagabend anreisen möchten, gebt bitte vorher Bescheid: Es sind nicht mehr viele (beheizbare) Schlafräume verfügbar!

Die Waldarbeiten gehen wieder los …

Nach dieser langen Zeit der Trockenheit beginnen im Herbst nun auch wieder die Waldarbeiten. Wir sind sehr erleichtert, dass unser kleiner Wald von den diesjährigen Waldbränden verschont geblieben ist! Dennoch haben leider nicht alle frisch gepflanzten Bäume ihren zweiten Sommer überlebt – dazu gab es einfach viel zu wenig Regen und nachdem die Kleine Plane vertrocknet war, mussten wir auch das Gießen einstellen. Dies in Verbindung mit dem sandigen Boden, wo alles schnell versickert, macht es den Laubbäumen nicht gerade leicht.

Aber wir sind frohen Mutes, dass sich der Großteil im Herbst wieder erholt und werden auch weitere Bäume dazupflanzen (Esskastanie, Ahorn und Roteiche). Außerdem sind wir nach wie vor im großen Stil mit Sturm-Aufräumarbeiten beschäftigt: Viele Stämme, die noch am Boden liegen, müssen kleingemacht werden, erst mit der Kettensäge, später mit dem Spalter und schließlich per Hand mit der Axt.

01.-05.10.: Bauwoche

Die jährlich stattfindende Herbst-Bauwoche naht und wir freuen uns natürlich über jeden Menschen, der mit von der Partie sein möchte. Unterstützung bekommen wir dieses Jahr auch von ein paar wandernden Zimmersleuten und Tischler*innen, aber auch fachfremde Leute sind willkommen, denn dazulernen können wir alle.
Aktuelle Baustellen sind zum einen die Dämmung der Fassade unseres sogenannten Büroturms, in dem auch ein neues Zimmer entsteht. An anderer Stelle wird damit endlich winterfester Wohnraum für SoliZwecke frei (und auch gleich wieder belegt)! Des Weiteren werden einige Überdachungen entstehen, u.a. für unser Holzlager, die Außen-Bar (auch Schneckenbar genannt) und eine gestürzte Ulme, deren Holz schlicht zu kostbar ist, um es einfach vergammeln zu lassen.
Nicht zuletzt wird auch ein Geländer für unseren Veranstaltungsraum benötigt. Es gibt also viele spannende Parallel-Baustellen, auf denen in Kleingruppen die Hammer geschwungen werden können. Natürlich kochen wir lecker für euch und abends gibt es Tischtennis, Filme, nen edlen Tropfen in gepflegter Runde und vieles mehr 🙂
Bei Interesse meldet euch gern!