Enteignung

Eigentum ist Diebstahl“ ist ein geflügeltes Wort mit sinnvollem Hintergrund: Wenn das Vermögen der Einen die Bedürfnisse übersteigt, während Andere nicht genug für ihre Bedürfnisse haben, dann ist das ungerecht.

Umso wichtiger also, dass aus größeren Vermögenswerten, großen Häusern, Ländereien, Produktionsmitteln usw., kein Profit für Einzelne gewonnen werden kann, sondern „nur“ Nutzen für möglichst viele. Besitz für Viele, Eigentum für Keine(n) also, gewissermaßen eine „Enteignung“ oder auch „Entprivatisierung“ – weg vom Privateigentum.

Wir wollen die Alte Mühle als soziales, selbstverwaltetes und nicht gewinnorientiertes Projekt langfristig sichern und die Immobilien – sowohl den Hof mit allen Gebäuden als auch die Landflächen – auf Dauer dem Markt entziehen – und gleichzeitig kein gewöhnliches Privateigentum daraus machen. Deshalb sind wir Mitglied im Mietshäuser-Syndikat: einmal, um neben unserer Entschlossenheit auch eine juristische Sicherung gegen Privatisierung zu erreichen, aber auch weil wir das Syndikat als Solidarverbund zur gegenseitigen Hilfe ähnlich denkender Projekte unterstützenswert finden.

Ohne eine Menge Geld ging und geht das aber leider nicht! Neben einem Bankkredit decken wir einen möglichst großen Anteil des Kapitalbedarfs durch Direktkredite: die Direktkredite ersetzen, erstens, fehlendes Eigenkapital und waren daher überhaupt Voraussetzung um den Bankkredit zu erhalten; zweitens sind sie niedrig verzinst, senken daher unsere Zinslast und ermöglichen es uns so, die Mieten niedrig zu halten.