Herzlich Willkommen …

… wir sind die LuMP-Initiative von der Mühle – genauer: der „Alten Mühle“ in Gömnigk bei Brück. Auf diesen Seiten findet ihr mehr über uns und über unser Objekt und was wir dort außer Wohnen noch so vorhaben.

Platz zum Wohnen …
… gibt es hier gerade keinen mehr; unsere Gruppe ist gerade nicht offen. Im Moment konzentrieren wir uns auf den Ausbau. Zusätzlich müssen wir uns nach großem Zuwachs selbst als Gruppe finden. Schon jetzt reicht der Wohnraum ohne weiteren Ausbau nicht mehr ganz für uns aus; spätestens im Winter wird es hier immer ziemlich eng.

In der Nachbarschaft …

… stehen aber Objekte zum Verkauf, zum Beispiel:
Mehrfamilienhaus, saniert, 15 Zimmer
Schon jetzt gibt es hier 3 weitere Projekte, namentlich das Torhaus und den Vielseitenhof in Trebitz und die Frieda in Brück. Noch mehr Projekte in der Nachbarschaft würden uns alle sehr freuen!
Sehr gern können wir auch Tipps und Erfahrungen weitergeben, z.B. wenn es um das Mietshäuser-Syndikat, Kaufprozesse usw. geht.

Bei uns zu Gast …
… ist jede*r gern gesehen. Nur bitte vorher anfragen, damit wir besser planen können.

Wir brauchen noch …
Direktkredite, um den Ausbau besser finanzieren zu können. Also: Machen wir die Mühle bunt! Auf der Seite zu den Direktkrediten finden sich nähere Informationen; natürlich beantworten wir auch gern weitere Fragen zu dem Thema.

Und nun …
... wünschen wir viel Freude mit dieser Internetseite. Es folgen hier die Neuigkeiten rund um die Mühle, manche davon im Nachhinein veröffentlicht – Wirtschaften, Planen, Bauen und Leben hat bei uns gerade höhere Priorität als diese Internetseite; aber wir bemühen uns um regelmäßige Updates!

Frisch gesägt ist halb gebaut

Zur Vorbereitung unserer Sommerbaustelle haben wir uns seit Wochen verhalten wie die Axt im Walde und fleißig bei uns Bäume gefällt – das Stichwort dazu ist Einzelbaumnutzung; Kahlschlag ist für uns natürlich keine Option!
Nun war ein mobiles Sägewerk bei uns zu Gast und wir konnten Bretter, Bohlen und Balken sägen, umschichten, aufladen, abladen, stapeln und lagern; uff!
Was dabei an Baumaterial entstanden ist, soll nicht nur für die Sommerbaustelle reichen. Auch für zukünftige Baumaßnahmen haben wir sägen lassen; so zum Beispiel für Stellen, wo wir jetzt schon absehen können, dass wir irgendwann manche Balken ersetzen müssen.
Damit der Wald nachwachsen kann, haben wir gleich 70 neue Bäumchen gepflanzt. Und um der Kiefern-Monokultur etwas entgegenzusetzen versuchen wir es mit Spitzahorn, Roteiche und Esskastanie.
Nur an den vom Fachmenschen empfohlenen Verbissschutz müssen wir und andere Waldbewohnende sich sicher erst noch gewöhnen.

 

 

Sommerbaustelle und Crowdfunding

Seit Monaten bereiten wir ein sehr großes Event vor: Im Sommer gibt es bei uns eine Sommerbaustelle mit knapp 40 Wandergesell*innen eines emanzipatorischen Schachtes.

2 Wochen lang wird auf solidarischer Basis für (und mit) uns gebaut werden und wir werden dabei alle Hände voll zu tun haben, genügend Verpflegung für uns alle zu bieten und die Infrastruktur am Laufen zu halten.

Die Infrastruktur wird vorher übrigens auch noch behelfsmäßig ausgebaut werden. Und genauso nehmen wir neben der ganzen Planung und Organsation auch jetzt schon vorbereitende Bauarbeiten vor und sind dementsprechend seit Wochen ganz praktisch am Werkeln (zum Teil auch jetzt schon mit fleißigen Wandergesell*innen).

Aber was soll eigentlich gebaut werden?
Neben dem Ausbau unseres Dachgeschosses wollen wir mittels Innenausbau und Instandsetzung vor allem die Räume für Gästegruppen verbessern: Auch in diesem Jahr haben wir schon wieder viele Anfragen und wollen in Zukunft auch weiterhin gern Raum bieten für die Prozesse und Seminare emanzipatorischer Gruppen und Kollektive.
Mit der Sommerbaustelle soll es in Zukunft mehr Möglichkeiten geben, gerade auch für Künstlerisches und Darstellerisches wie Musik- und/oder Theatergruppen.

Solidarische Arbeit kostet allerdings trotzdem Geld: Für Verpflegung, vor allem aber auch für Baumaterial und Werkzeuge. Deshalb haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die sich hier finden lässt: www.startnext.com/altemuehle .

Zusätzlich dazu bieten wir auch wieder Direktkredite an!

Beitrag bei radioeinsRBB

Wir hatten Besuch vom Radio, um mit uns über unsere Vorstellung von Arbeit und Wirtschaften zu sprechen; letztendlich ging es doch recht allgemein um die Mühle an sich und was wir so vorhaben. Wer es nicht zufälligerweise gehört hat, findet den zweiteiligen Beitrag jetzt hier:

Unser Umsonstladen-Angebot endet im September 2016

Wegen Instandsetzungsarbeiten, Umbau und größeren Bauvorhaben werden wir unseren Umsonstladen „Fairwechsel(t)raum“ ab 15. September 2016 leider auf unbestimmte Zeit schließen und räumen müssen.
In Zukunft empfehlen wir für Spenden an Geflüchtete direkt den Kontakt über die Unterkünfte zu suchen. Als Umsonstladen-Ersatz empfehlen sich in die eine Richtung der Schenkraum in Wiesenburg und in die andere Richtung in Potsdam der Umsonstladen der La Datscha und der Umverteiler.

Bauwoche und Sommerfest

Hallo liebe Leute,

wir wollen euch hiermit zu unserer gemeinsamen Bauwoche vom 6.-10.07.2016 auf der alten Mühle in Gömnigk einladen (Anreise ab Dienstag, 05.07.2016) . Schön sind unsere Erfahrungen von vergangenen Gemeinschaftsbauaktionen, weswegen wir uns entschieden haben, in diesem Sommer in mittel-großer Runde intensiv zu handwerken.

Es stehen verschiedene Punkte auf unserer Liste der unvollendeten Baustellen. Für diese Bauwoche haben wir uns vorgenommen, an einer Küche im Gemeinschaftsraum zu bauen, das Gäst*innen-WC in ein Bad zu wandeln sowie an einem Baumhaus zu arbeiten.

Es wird natürlich gemeinschaftlich für das alltägliche Essen gesorgt und außerdem wollen wir auch die Abende in netter Runde verbringen. Dazu soll es zum einen Musik (das heißt natürlich: Ihr könnt gerne Instrumente mitbringen) und Lagerfeuer und an anderen Abenden Dokus oder auf Wunsch auch andere Filme auf der Leinwand geben.

Wer also Lust und Zeit hat vorbeizukommen, auch wenn es nur ein oder zwei Tage sind, kann sich auf dem folgenden Onlinedokument eintragen, was für uns bei der Planung der Woche sehr hilfreich wäre: HIER.

Übernachtungsmöglichkeiten haben wir verschiedene. Wer es eher zurückgezogen mag, sollte sich vielleicht ein Zelt mitbringen. Ansonsten richten wir in einem großen und unbeheizten Raum ein Lager mit Betten oder Matratzen ein.

Wir laden euch am Liebsten zu Dienstag-Abend (05.07.16) ein; am Mittwoch (06.07.16) geht die Bauwoche dann richtig los. Wir wollen dann bis Freitag werkeln und die schöne Woche am Wochenende (09.07.) mit einem feinem gemeinsamen Fest abrunden.

Wir freuen uns auf euch,

bis zur Bau-Woche und zum Fest,

eure LuMPIs

Fahrradwerkstatt zieht um ins Zentrum von Brück

Endlich gibt es zentral in Brück, gleich neben dem Gasthof „Stadtmitte“ und einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt einen Begegnungsort für alte und neue Bewohner*innen von Brück und andere auch.
Auch die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt findet deshalb jetzt nicht mehr bei uns auf dem Hof statt, sondern auf dem neuen Gelände – nach wie vor immer montagnachmittags.
Und auch sonst gibt es ab jetzt einiges dort zu tun, um das Gelände schön zu machen und als Begegnungsort zu etablieren.
Wir sehen uns dann also dort!

Info-Abend über Lausitzer Braunkohle und „Ende Gelände“

In der Mühle ist am Dienstagabend ein Informationsabend über den Braunkohleabbau in der Lausitz – und den Protest dagegen (insbesondere auch über die Kampagne „Ende Gelände„) – zu Gast. Hier ist die Einladung:

Am Dienstag, 3.5. zeigen wir in Brück einen Film über den Braunkohleabbau in der Lausitz („Auf der Kippe“, 2009) und danach gibt es bei Bier und Brause noch Austausch und Infos zur Aktion „Ende Gelände“, die am Pfingstwochenende stattfindet und mit zivilem Ungehorsam die Tagebaue von Vattenfall in der Lausitz lahmlegen wird! Wir freuen uns auf Euch!

Die , 3.5. ab 20.30 Uhr
Alte Mühle Gömnik, Dorfstrasse 1 , 14822 Brück

radioeins-Beitrag oder auch: Willkommenskultur heißt Bleiberecht für Alle!

Über das ehrenamtliche Engagement mit Geflüchteten hier vor Ort ist vor etwa einem Monat ein Beitrag bei radioeins gesendet worden, hier kann er angehört werden.

Wir möchten das nutzen, um einige Worte zu dem staatlichen Umgang mit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ zu verlieren.
Während sich die Brandenburgische Regierung auf ihrer „Integrationskonferenz“ selbst applaudiert, ist auch hier wie überall sonst der staatliche Umgang mit Geflüchteten und mit den Menschen, die sich mit ihnen engagieren, mehr als mangelhaft und das sehen auch die meisten Willkommensinitiativen Brandenburgs so.

Das im Grundgesetz garantierte Recht auf Asyl verkommt zur Wohlfahrtsgefälligkeit: Der Großteil des Engagements ist rein ehrenamtlich. Wenn die unentgeltlich Tätigen keine Zeit hätten oder schließlich ihr Engagement wegen Überlastung einstellen müssen, wird es schwer mit einer menschenwürdigen „Willkommenskultur“.

Auf staatlicher Seite wird auf diese Weise viel gespart und damit das alles nicht ganz so offensichtlich ist, wird gern von „Flüchtlingswellen“ und von einer „Krise“ gesprochen. Das lenkt ganz gut davon ab, dass in dieser „Krise“ wenig getan und die Arbeit zu sehr großen Teilen Ehrenamtlichen überlassen wird: Wenn der Staat so gut wie nichts macht, erscheint er eben schnell überlastet.

Dabei gibt es genug Bedarf für Fertigkeiten, die auch durch hochmotiviertes Engagement schwer ersetzt werden können, wie z.B. Kenntnisse in der Traumatherapie.
Stattdessen werden öffentliche Mittel verwendet, um Geflüchtete, so effizient es geht, als Menschenmaterial zu verwalten und mit Sammelabschiebungen wieder loszuwerden.
Die Asylgesetzgebung wird verschärft, aber für die Medien lassen sich die Verantwortlichen mit Geflüchteten abbilden und sprechen von „Integration“, während weiterhin fleißig abgeschoben wird – zynischer geht es kaum noch:
Integrations-Vorzeige-Familie aus Werbefilm für niedersächsisches Innenministerium? – Abgeschoben.
Syrische Familie, die Sachsens Innenminister medienwirksam besucht? – Abgeschoben.
Die Kinder sind Integrationspreisträger des Landes Sachsen-Anhalt, die geplante Abschiebung soll nochmal von einer Härtefallkommission geprüft werden? Gar nicht erst lang gewartet, flink abgeschoben.

Doch egal ob gut integriert oder besonders hilfsbedürftige Härtefälle: Es fragt sich ja, wieso es überhaupt möglich ist, Menschen den Aufenthalt in einem Land zu verweigern. Oder andersherum gefragt: Wie soll das Menschenrecht, das Geburtsland jederzeit verlassen zu können (Art. 13 AEMR oder rechtsverbindlicher: Art. 12 UN-Zivilpakt), umgesetzt werden, wenn alle anderen Länder „Nein, hier nicht“ sagen können?

Es muss sich also noch sehr vieles ändern, und zwar nicht nur vor Ort (womit wir wieder bei dem Radiobeitrag wären), sondern vor allem auch in den Zentren der Herrschaft, die von „Menschenrechte“ reden, ohne sie auch nur ansatzweise umzusetzen – sondern stattdessen lieber an Hand der Kopfform (!) festlegen, woher Menschen ihrer Meinung nach stammen.

Es braucht eine normale Unterbringung in Wohnungen, kein Zusammenpferchen in Lagern!
Die Möglichkeit, Familien nachzuholen, keine Sammelabschiebungen und kein Aufrüsten oder Schließen der EU-Außengrenze!
Unterstützung und überhaupt erst die Ermöglichung der Selbstorganisation von Geflüchteten, keine Reglementierung wie z.B. Besuchsverbote!
Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für alle, keine Abschiebungen!
Das wäre menschenwürdig. Alles andere ist lediglich Heuchelei.