Herzlich Willkommen …

… wir sind die LuMP-Initiative von der Mühle – genauer: der „Alten Mühle“ in Gömnigk bei Brück. Auf diesen Seiten findet ihr mehr über uns und über unser Objekt und was wir dort außer Wohnen noch so vorhaben.

Raum zum Wohnen …
… haben wir demnächst wieder ein bis zwei einzelne frei, weil es einer wachsenden Familie zu eng hier wurde – für ein bis zwei Menschen ist also demnächst wieder Platz. Bei Interesse gern melden!

In der Nachbarschaft …
… stehen auch immer mal Objekte zum Verkauf, zum Beispiel:
Mehrfamilienhaus, saniert, 15 Zimmer
Schon jetzt gibt es hier 3 weitere Projekte, namentlich das H15 (ehemals Torhaus Trebitz) und den Vielseitenhof in Trebitz sowie die Frieda in Brück. Noch mehr Projekte in der Nachbarschaft würden uns alle sehr freuen!
Sehr gern können wir auch Tipps und Erfahrungen weitergeben, z.B. wenn es um das Mietshäuser-Syndikat, Kaufprozesse usw. geht.

Bei uns zu Gast …
… ist jede*r gern gesehen. Nur bitte vorher anfragen, damit wir besser planen können.

Wir brauchen noch …
Direktkredite, um den Ausbau besser finanzieren zu können. Also: Machen wir die Mühle bunt! Auf der Seite zu den Direktkrediten finden sich nähere Informationen; natürlich beantworten wir auch gern weitere Fragen zu dem Thema.

Und nun …
... wünschen wir viel Freude mit dieser Internetseite. Es folgen hier die Neuigkeiten rund um die Mühle, manche davon im Nachhinein veröffentlicht – Leben, Bauen, Planen und Wirtschaften hat bei uns gerade höhere Priorität als diese Internetseite; aber wir bemühen uns um regelmäßige Updates!

(Wahl-)Kampf im ländlichen Brandenburg

Es ist nicht mehr lang bis zu den Wahlen am 26. Mai und zwischendurch zeigte sich der Ort Brück von einer unschönen Seite: Es hingen vor allem Plakate der rechten Parteien NPD und Dritter Weg. Stellenweise sah es sogar so aus, als wären Plakate der NPD entfernt wurden, um dort Platz für Plakate vom Dritten Weg zu schaffen.

Doch die Stimmungsmache blieb nicht unwidersprochen. Schließlich hat Brück ein solidarisches Hilfsnetzwerk für Geflüchtete und rechte Akteure kommen hauptsächlich von außen und wohnen gar nicht vor Ort.
So gab es dann auch als Erstes wortwörtlich Widerspruch in Form von parteilosen Plakaten, die die rechte Hetze kommentierten. Zwei Nächte später verschwanden dann fast alle der Plakate von NPD und Dritter Weg. (Die Plakate, die zu allererst im Ort hingen und wieder verschwanden, waren übrigens von den Grünen – noch einige Zeit bevor überhaupt wieder welche – jene von NPD und dann auch Dritter Weg – aufgehängt wurden.)

Inzwischen wurden wieder neue rechte Plakate gehängt, aber explizit nicht dort, wo immer noch die Widerspruchs-Plakate hängen. Und auch die neuen Plakate verschwinden wieder, nach und nach.

Was also können wir in Brück sehen? Einerseits scheint es zu helfen, sichtbar Stellung gegen Rechts zu beziehen, weil dann im Zweifelsfall keine Plakate mehr an die Orte des Widerspruchs gehängt werden. Andererseits gibt es in Brück offenbar sehr unterschiedliche Formen des Umgangs mit der Stimmungsmache.

Lehmofen-Bauworkshop vom 31. Mai bis 2. Juni

Wir bauen einen Lehmofen: Da wird dann mit Holz eingeheizt, es werden Pizzen gebacken und mit der Restwärme danach noch Brote gemacht. Lecker!
Mit dem Ofen, zentral auf dem Hof der Alten Mühle gelegen, wollen wir nicht zuletzt auch für Gäste und Nachbar*innen einen neuen Ort der Zusammenkunft errichten.

Lehmofenbau ist natürlich ein längerer Prozess, aber der entscheidende Schritt zum Bau der Brenn- und Backkammer soll am Wochenende vom 31. Mai bis zum 2. Juni stattfinden.
Am Freitagnachmittag/-Abend, den 31. Mai ist Anreise und bis Sonntag wollen wir dann den entscheidenden Kern des Ofens fertig gebaut/geformt haben. (Zum Auftragen der zweiten und dritten Schicht jeweils 6 Wochen später laden wir gern alle wieder ein, die dabei waren und Lust haben, auch den Rest mitzumachen.)

Weil nicht unzählig viele Menschen am Ofen mitbauen können, bitten wir um Anmeldung und Überweisung von 20 Euro im Voraus für Unterkunft und (bio-vegane) Verpflegung während des Wochenendes.

Anmeldungen bitte an altemuehlegoemnigk@riseup.net !

Um die weiteren Kosten decken zu können, freuen wir uns zudem über eine zusätzliche Spende (gern auch direkt am Workshopwochenende, vor Ort).

(Am Geld soll es übrigens auch nicht scheitern – wenn es da Unterstützung braucht, bitte melden. Wir schauen gerade auch, ob wir Finanzen für Reisekostenunterstützung bekommen können.)

Gartentag am Sonntag, 5. Mai ab 10 Uhr

Es ist mal wieder soweit… die Gartensaison hat begonnen und so manches ist auch schon passiert. Wir haben Spargel gesät, Kohlrabi und Porree gepflanzt. Massig viel Salat pikiert, die Tomaten sind schon kniehoch, während der Pferdemisthügel weiter schrumpft. Doch es wollen noch viele weitere Pflanzen ins Gartenparadies, Beete wollen vorbereitet und Strohmulch will ausgebreitet werden.
Die Gartenkombo freut sich also über zahlreiche Unterstützung. Egal ob für den ganzen Tag oder ein Stündchen. Ob leichte oder schwere Arbeit. Jede Hand ist willkommen und wird dringend gebraucht.
Es wär auch super, wenn sich wer vorstellen könnte, ein bissl Essen für uns Gartenkäfer vorzubereiten.
Abends gibt es Pommes und Gartensalat … und ein nettes Feuerchen. Na?

Funfact: Aus Gartentag hat das Handy prompt Attentat gemacht. Da wird es aber keins geben… Schnecken sind ja bei der Trockenheit auch nicht zu befürchten…

Dieses Wochenende Waldaktion

Nächstes Wochenende finden auf der Alten Mühle Gömnigk jeweils grob zwischen 9 und 17 Uhr wieder zwei Waldtage statt.
Gemeinsam wollen wir an der frischen Luft wie die Holzwürmer loslegen, vom Sturm gefällte Bäume entasten, zersägen, Holz verladen, spalten, schichten und Platz für artenreiche Neupflanzungen machen – und für jene kochen, die diese Waldarbeiten machen!

Wir freuen uns über alle Helferlein und danken es euch und uns mit leckerem Essen und natürlich einem Feierabendbierchen (oder auch anderweitigem Erfrischungsgetränk)! Auch wenn ihr nur ein bisschen Zeit habt, seid ihr mehr als willkommen!

Wenn ihr hier ein oder zwei Nächte übernachten, ggf. sogar schon am Freitagabend anreisen möchten, gebt bitte vorher Bescheid: Es sind nicht mehr viele (beheizbare) Schlafräume verfügbar!

Die Waldarbeiten gehen wieder los …

Nach dieser langen Zeit der Trockenheit beginnen im Herbst nun auch wieder die Waldarbeiten. Wir sind sehr erleichtert, dass unser kleiner Wald von den diesjährigen Waldbränden verschont geblieben ist! Dennoch haben leider nicht alle frisch gepflanzten Bäume ihren zweiten Sommer überlebt – dazu gab es einfach viel zu wenig Regen und nachdem die Kleine Plane vertrocknet war, mussten wir auch das Gießen einstellen. Dies in Verbindung mit dem sandigen Boden, wo alles schnell versickert, macht es den Laubbäumen nicht gerade leicht.

Aber wir sind frohen Mutes, dass sich der Großteil im Herbst wieder erholt und werden auch weitere Bäume dazupflanzen (Esskastanie, Ahorn und Roteiche). Außerdem sind wir nach wie vor im großen Stil mit Sturm-Aufräumarbeiten beschäftigt: Viele Stämme, die noch am Boden liegen, müssen kleingemacht werden, erst mit der Kettensäge, später mit dem Spalter und schließlich per Hand mit der Axt.

01.-05.10.: Bauwoche

Die jährlich stattfindende Herbst-Bauwoche naht und wir freuen uns natürlich über jeden Menschen, der mit von der Partie sein möchte. Unterstützung bekommen wir dieses Jahr auch von ein paar wandernden Zimmersleuten und Tischler*innen, aber auch fachfremde Leute sind willkommen, denn dazulernen können wir alle.
Aktuelle Baustellen sind zum einen die Dämmung der Fassade unseres sogenannten Büroturms, in dem auch ein neues Zimmer entsteht. An anderer Stelle wird damit endlich winterfester Wohnraum für SoliZwecke frei (und auch gleich wieder belegt)! Des Weiteren werden einige Überdachungen entstehen, u.a. für unser Holzlager, die Außen-Bar (auch Schneckenbar genannt) und eine gestürzte Ulme, deren Holz schlicht zu kostbar ist, um es einfach vergammeln zu lassen.
Nicht zuletzt wird auch ein Geländer für unseren Veranstaltungsraum benötigt. Es gibt also viele spannende Parallel-Baustellen, auf denen in Kleingruppen die Hammer geschwungen werden können. Natürlich kochen wir lecker für euch und abends gibt es Tischtennis, Filme, nen edlen Tropfen in gepflegter Runde und vieles mehr 🙂
Bei Interesse meldet euch gern!

So, 09.09.: Französischer Filmabend

Liebe Freund*innen des französischen Films,

am 9. September wollen wir, die Alte Mühle Gömnigk, euch gern zu einem französischen Filmabend einladen.

Gezeigt wird der Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ in deutscher Fassung. Der Film startet um 19 Uhr.

Ab 18 Uhr wird es ein französisches Bufett auf Spendenbasis (mit Flammkuchen, Rotwein, Käse und vielem mehr) geben. Über euren Besuch freuen wir uns sehr!

Liebe Grüße und bis dahin,

Eure Alte Mühle Gömnigk

 

Sa, 2.6. Filmabend: Dass das heute noch immer so ist – Kontinuitäten der Ausgrenzung

kommenden Samstag, am 2. Juni um 20:30 Uhr wird in der Alten Mühle Gömnigk ein (offener) Filmabend stattfinden.

Gezeigt wird die Dokumentation „Dass das heute noch immer so ist – Kontinuitäten der Ausgrenzung“.

In dem Film geht es um die Erfahrungen von Maria Potrzeba, die als „Asoziale“ in das Jugendkonzentrationslager Uckermark eingeliefert wurde und auch nach dem Ende der faschistischen Diktatur mit Ausgrenzung konfrontiert war.

Hier ist der Trailer:

Und hier finden sich mehr Infos zum Film:

http://film-kontinuitaeten-heutenoch.de/

Wer vor 20:30 Uhr kommt, kann auch noch mit zu Abend essen (vegan & glutenfrei).

Wer übernachten möchte, möge sich am besten bitte vorher kurz melden … zur warmen Jahreszeit stehen in der alten Mühle einige trockene Schlafplätze zur Verfügung.

Ansonsten verlässt der letzte Zug (mehr oder weniger stündlich) den Bahnhof Brück um 00:03 Uhr (Richtung Berlin) bzw. 01:17 Uhr (Richtung Bad Belzig).

Spenden für die Unkosten sind gern gesehen, ebenso nehmen wir gern Spenden für die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. entgegen, die den Film mit produziert hat.

Reparatur enthüllt geplante Obsoleszenz

Seit einer Weile ärgerte uns ein Herd damit, dass wir zwar die Temperaturregelung drehen konnten, dabei aber offensichtlich der Regler im Herd nicht mehr mitgedreht wurde. Deshalb wurde der Herd nicht warm und war unbenutzbar.
Verblüfft waren wir, als wir den Herd zwecks Reparatur aufschraubten: Der Knopf hatte eine klare, eckige, stabile Fassung. Die Stange zum Regeln hatte auch ein stabiles eckiges Ende. Aber dazwischen war ein Plastikteil eingebaut, dass sich zwangsläufig mit jeder Drehung abnutzen musste. Und damit es überhaupt dazwischen passte, war ein grüner Abstandshalter verbaut worden.
Das ist geplante Obsoleszenz: Das Einbauen von Mechanismen, die dafür sorgen, dass ein Gerät nach einer bestimmten Zeit nicht mehr funktioniert.

Bekannte Beispiele dafür sind auch Glühbirnen, die kurz nach ihrer Erfindung wesentlich länger leuchten konnten und nachträglich so manipuliert wurden, dass sie schneller durchbrennen. Oder auch Drucker, welche die Zahl der ausgedruckten Seiten mitzählen und bei einem vordefinierten Maximum einfach den Dienst verweigern.
Der Herd ist übrigens von Siemens, einem Hersteller, dem eigentlich Haltbarkeit und Qualität nachgesagt wird. Doch Haltbarkeit lohnt sich nicht in einem Wirtschaftssystem, das auf den stetigen Verkauf von Waren angewiesen ist.